Das Erscheinungsbild der Pilger war im Mittelalter recht einheitlich. Das Aussehen der Pilger übertrug sich später auch auf die Darstellung des hl. Jakobus als Pilger, der ursprünglich als Apostel mit der Bibel in der Hand dargestellt wurde. Der Pilger hatte meist einen breiten Hut als Schutz gegen Sonne und Regen, einen guten Mantel, einen Trinkkürbis, einen Stab als Geh-Hilfe und Waffe zur Verteidigung und eine Jakobsmuschel, die an Hut oder Mantel geheftet wurde. Welche Bedeutung hat diese Muschel? Jeder wichtige Pilgerort hat sein Abzeichen: Jerusalem das Jerusalemkreuz, Rom die gekreuzten Pilgerstäbe und Santiago die Jakobsmuschel. An der Küste Galiciens gibt es die Jakobsmuschel im Meer. Spätestens ab dem 12. Jahrhundert bringen die PilgerInnen aus Santiago eine Muschel mit nach Hause. Sie belegt die bestandene Pilgerreise. Später wird sie auf der Pilgerkleidung, am Hut, am Mantel oder am Rosenkranz angebracht. Sie weist einen Menschen als Pilger auf dem Jakobsweg aus. Zu den Ursprüngen dieses Abzeichens gibt es verschiedene Versionen. Die verbreiteste lautet folgendermaßen: Ein junger Adliger ritt dem Schiff entgegen, das den Leichnam des Apostels Jakobus nach Galicien brachte, und versank dabei in den Fluten. Santiago half ihm wieder ans rettende Ufer, doch war er und sein Pferd nun vollkommen mit Muscheln bedeckt.





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